Festplatten für Fotos und Videos

12. Februar 2022 • News

Besser als jede Cloud

Ja, wir leben im Zeitalter der Cloud, das lässt sich nicht wegdiskutieren. Doch so bequem eine Cloud auf den ersten Blick zu sein scheint, so gibt es auch durchaus gravierende Nachteile. Die Kollegin Alexandra Dahmen hatte sich bereits damit im Allgemeinen auseinandergesetzt. Diesmal werden wir die Cloud im Hinblick auf die Nutzung durch Fotografen und Filmemacher beleuchten.

Externe Festplatten oder Cloud-Speicher – Was sollten Fotografen oder Filmer verwenden?

Obwohl eine externe Festplatte vor Hackern sicher ist und alles innerhalb von Minuten speichert, ist sie wie jedes physische Gerät anfällig für Schäden, Diebstahl und Festplattenausfälle. Das könnte Sie dazu bewegen, einen Cloud-Speicher zu verwenden, der einen Cloud-Dienst nutzt, um Dateien jederzeit sicher zu halten. Im Folgenden haben wir eine kurze Vergleichstabelle mit den Vor- und Nachteilen von Cloud-Speicherlösungen gegenüber externen Festplatten zusammengestellt, damit Sie herausfinden können, welche Lösung für Sie die richtige ist.

Vorteile des Cloud-Speichers Nachteile des Cloud-Speichers
– niedrige monatliche Zahlungen
– universeller Zugriff
– Sync-Technologie
– erweiterte Verschlüsselung
– wiederkehrende Gebühren
– langsamere Übertragungsgeschwindigkeiten
– begrenzte Speicherkapazität
– anfällig für Hackerangriffe
– keine Kontrolle, ob der Anbieter auf Daten
  zugreift

Betrachten wir die einzelnen Punkte genauer, dann wird schnell klar, dass die bessere Lösung für Fotografen und Filmer die transportable Harddisk ist.

Jürgen Will
Vorteile der externen FestplatteNachteile der externen Festplatte
– Einmalige Vorlaufkosten
– Keine wiederkehrenden Gebühren
– Schnelle Übertragungsgeschwindigkeiten
– Große Speicherkapazität
– einfach in der Nutzung
– volle Kontrolle über die Daten
– anfällig für Feuer, Diebstahl und Festplattenausfall
– mitführen, um auf Daten zuzugreifen

Betrachten wir die einzelnen Punkte genauer, dann wird schnell klar, dass die bessere Lösung für Fotografen und Filmer die transportable Harddisk ist.

Daten speichern und abrufen im Alltag von Filmen und Fotografen

Filmemacher vor Laptop
Bild: 2838945 © lukasbieri @ pixabay

Fotografen und besonders Filmer haben riesige Dateien, die sie speichern und abrufen müssen. Anders als der Hobbyfotograf, der seine Bilder eventuell mal als Diaschau anschaut oder per Link an Freunde und Verwandte verschickt, ist es im professionellen Bereich nötig, schnell auf die Daten zugreifen zu können.

Sei es, weil der Kunde ein unkomprimiertes Bild benötigt, das zuvor noch in einer Fotosoftware bearbeitet werden muss, sei es weil ein Cutter die Rohdaten der Kamera für den Schnitt benötigt. In den genannten Beispielen ist die Übertragung der Daten von der Cloud zurück auf den Arbeitsplatz zeitaufwändig und vor allem abhängig von einer optimalen Internetgeschwindigkeit für den Up- und Download. Aber selbst bei einer noch so schnellen Datenleitung, ist es schneller, die Vorschau für das richtige Motiv oder die ideale Szene lokal durchzuführen und dann die Daten von der Festplatte auf den PC zu kopieren.

Wie groß sind Filmdateien?
Um zu verstehen, warum es sehr zeitaufwändig sein kann Filmdateien per Datenleitung in eine Cloud zu übertragen, nachfolgend Beispiele für die ungefähre Datengröße von Filmdateien bei einer einminütigen Aufnahme, wobei fps (Frames per Second) die Bildanzahl pro Sekunde bedeutet :

– 1080p Full HD mit 30 fps – 130 MB
– 1080p Full HD mit 60 fps – 175 MB
– 4K mit 30 fps – 350 MB
– 4K mit 60 fps – 400 MB

Aber auch wenn Filmer oder Fotografen unterwegs im Einsatz sind, ist es nicht praktikabel, die Daten am Ende des Arbeitstages in die Cloud zu laden, da auch hier wieder eine hohe Bandbreite notwendig ist. Schneller und sicherer ist die Übertragung auf eine schnelle, externe Festplatte wie die Rugged SSD Pro Thunderbolt 3 von LaCie, die speziell dafür entwickelt wurde. Skeptiker können nun anführen, dass die Festplatte gestohlen werden könnte und die Daten weg sind. Sicherlich besteht die Gefahr, aber wenn man nicht gerade in Kriegsgebieten direkt an der Front filmt oder fotografiert, dürfte das eher nicht passieren. Auch gegen Stürze und Wasser ist eine solche Festplatte geschützt. Außerdem geht man als Profi sorgsam mit seinen Aufnahmen um, schließlich sind sie das Kapital des Fotografen und Filmers.

Logo Ratgeber Datenrettung

Tipp der Redaktion:

Unabhängig davon, ob Sie Ihre Daten beruflich oder privat sichern, finden sie hier Tipps zur Vorgehensweise bei der Datensicherung.

Mein Fazit: Als professioneller Fotograf und Filmer sind mir in über 25 Jahren Tätigkeit keine Aufnahmen verloren gegangen, die ich auf eine Festplatte kopiert habe. Zusätzlich habe ich auch die Aufnahmen auf der Speicherkarte nicht gelöscht, bis ich wieder zurück an meinem Arbeitsplatz war und die Dateien auf die lokale Festplatte kopiert habe. Aber in eine Cloud habe ich bisher keine meiner Bilder oder Filme gespeichert.

VG WORT
Über die/den Autor/in: Jürgen

Jürgen hat auf einer nicht staatlichen Fachhochschule IT studiert. Er ist seit Anfang der 1990er Jahre als Journalist tätig, war Ressortleiter bei einer Wochenzeitung, ist Redaktionsleiter für ein Musik-Magazin, das alle 8 Wochen in Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg erscheint und schreibt neben Blogs, Fachtexte und Bücher.

Jürgen