Ihr Ratgeber rund um das Thema Datenrettung

Ratgeber Datenrettung

Datenmanager sind wir alle

Bei uns dreht sich alles um Daten. Das RD-Redaktionsteam befüllt diesen Netzplatz laufend mit wertvollen Inhalten rund um die Themen 'Sichere Speicherung’, ‘Schutz vor Datendiebstahl’, ‘Vermeiden von Datenverlust’ und ‘Wiederherstellung von Daten’. Ein Ratgeberportal zur Planung und Umsetzung Ihrer privaten Datenmanagement-Strategie. 

Der Ratgeber für Datenmanager

Datenrettung ist ein Synonym für die Datenwiederherstellung. Darunter versteht man die Wiederherstellung verlorengegangener Daten. In den letzten Jahren haben sich mehrere IT-Dienstleister auf die Reparatur von Speichermedien und die Wiederherstellung von vermeintlich unwiderbringlich verlorener Daten spezialisiert. Bei geringen Mängeln ist eine Datenrettung auch von ungeübten Usern, etwa unter Verwendung einer Datenrettungssoftware, möglich.

Datenwiederherstellung ist machbar - auch in schwierigen Fällen

Manche Datenpannen können mit ein wenig Geschick selbst behoben werden. Wird etwa die Festplatte nach dem ungesicherten Herausziehen nicht erkannt, kann man versuchen, dem Problem mit dem Aktualisieren des Festplatten-Treibers oder einem Virenscan zu begegenen. Auch Recovery Tools kann eine große Hilfe sein.

Bekannte Recovery Tools sind etwa:

  • Recuva
  • EaseUs® Data Recovery Wizard
  • DiskDrill®
  • PC Inspector File Recovery
  • Testdisk
Datenrettung in progress

Manchmal hilft aber alles nichts. Die letzte Hoffnung auf die Wiederherstellung von vermeintlich verloren geglaubten Daten bieten dann nur noch spezielle IT-Dienstleister, die sich auf das Thema data recovery spezialisiert haben. Solche Unternehmen besitzen das nötige Fachwissen, das es braucht, um Daten etwa nach einem Wasser- oder Brandschaden wiederherzustellen.

Bei ratgeber-datenrettung.de informieren wir Sie laufend über die Möglichkeiten zur selbstständigen Wiederherstellung von Daten und werfen einen kritischen Blick auf Datenrettungssoftware. 

Verlorene Daten: Eigenes Nutzerverhalten No. #1 im “Ursachenranking”

Die Ursachen für Datenverlust sind vielfältig. Häufig lassen sie sich auf das eigene unreflektierte Nutzerverhalten zurückführen. So verwundert es nicht, dass auf den ersten Plätzen im “Ursachenranking” ein einfacher, jedoch ungleich wirkungsvoller Bedienungsfehler rangiert: das ungesicherte Herausziehen der externen Festplatte kann einen Fehler im Betriebssystem auslösen, wenn der Schreibprozess im Moment der Entkoppelung noch nicht abgeschlossen war. Auch das fehlerhafte Formatieren von Datenträgern oder der versehentliche Download von Malware stehen im Ranking ganz weit oben.

Wie Sie einen Datenträger vor einem Backup mit dem richtigen Dateisystem formatieren, erfahren Sie bei uns in einem weiteren Artikel.

Auf den nächsten Plätzen sind bereits physikalische Schäden zu finden, wie sie etwa durch Wasser, Kälte, Hitze, Bruch oder Sturz evoziert werden; Ursachen, die gerade bei mobilen Geräten oft zu Datenverlust führen. Gleich danach rangiert der natürliche Verschleiß und das Ende der Lebensdauer als Ursache für den Verlust von Datenmaterial.

Zum Thema Ursachen von Datenverlust und präventive Maßnahmen lesen Sie in einem anderen Artikel mehr.

Vorbeugen ist besser als retten: Daten nachhaltig archivieren

Digitale Speichermedien bieten je nach Art unterschiedlich lange Haltbarkeiten. Besonders kurzlebig ist dabei die interne Festplatte. Userinnen und User, die ihre sensiblen Daten vor Verlust schützen wollen, sollten diese am besten erst gar nicht auf dem internen Speicherträger des PCs archivieren; dieser kann schon nach 5 Jahren erste Alterserscheinungen zeigen. Dann lieber gleich zur externen Festplatte greifen, die eine Lebensdauer von rund 10 Jahren bietet. Noch mehr Sicherheit bieten Cloud-Lösungen, welche nicht nur den Speicherplatz, sondern auch gleich die Sicherheit des regelmäßigen Backups anbieten.

Mehr zum Thema Lebensdauer von Datenträgern erfahren Sie in einem anderen Artikel von ratgeber-datenrettung.de.

Kein Datenträger hält ewig...

Alle Datenträger haben ein ein Ablaufdatum; nicht nur die digitalen - auch analoge Speichermedien erfüllen irgendwann nicht mehr ihren Zweck. Nämlich den, Daten sicher für den nächsten schnellen Zugriff bereitzuhalten. Das Haltbarkeitsdatum eines digitalen Speichermediums verfällt dabei jedoch viel eher als das eines eines analogen: Eine Festplatte etwa hat einen viel geringeren Lebenszyklus als ein Buch, welches nicht selten viele Jahrhunderte überdauert.

… aber manche länger als andere

Während das Stück Papier ein vergleichbar unkompliziertes Speichermedium ist - ein Mal beschrieben stellt es dem Leser seine enthaltenen Daten beim Öffnen zur Verfügung - steckt in digitalen Datenträgern eine Menge an Technik. Diese erlaubt es uns einerseits, Daten in einer Größenordnung von mehr als zwei öffentlichen Bibliotheken zu archivieren, andererseits kommen uns diese Daten aber auch schneller abhanden als jene in der Bibliothek.

Cloud-Computing als die Lösung aller Datensicherungs-Probleme?

Auch Cloud Computing ist nicht der Heilige Gral der elektronischen Archivierung. Gerade beim Thema Datenspeicherung gibt es keine einfache, und schon gar keine allgemeingültige Lösung. Dieses Modell kann das Speichern von Daten für Privatpersonen zwar sichererer und den Bedarf an externen Festplatten jeglicher Art obsolet machen, ein Problem ergibt sich jedoch beim Datenschutz. Das Ablegen sensibler Daten in einer Cloud sollte daher auch von Privatpersonen wohlüberlegt sein.

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Die Cloud ist das einzige aufwärtskombatible Speichermedium. Eine gut gewählte Cloud hat das Potenzial, sämtliche Datenerfassungsgeräte und Speichermedien zu überleben.

Vor allem aber sollte man sich gut überlegen, welche Cloud man zur Archivierung seiner Daten nutzt. Und hier wird die Frage nach dem Speichermedium zur Glaubensfrage. Wenn Google und Amazon aufgrund datenschutzrechtlicher oder sicherheitstechnischer Bedenken aus der Liste fallen - welcher Organisation schenkt man dann das Vertrauen, dass es die gespeicherten Daten, ebenso wie die eigenen Firmen- und Kreditkartendaten, nicht zur Durchsetzung von Eigeninteressen nutzt? Welchem Anbieter traut man zu, stark genug zu sein, um die bei ihm archivierten Daten langfristig - also über Jahre oder Jahrzehnte - ausreichend zu schützen? Bei welchem Unternehmen kann man sich darauf verlassen, dass es nicht über kurz oder lang insolvent wird? 

Für Freelancer ergeben sich noch weitere Risken, die man nicht außer Acht lassen sollte. Sind beispielsweise wichtige Unternehmensdaten erst einmal in einer Cloud gespeichert, ist es oft schwierig, rückstandslos umzuziehen. Lässt dazu auch noch der Service des Anbieters zu wünschen übrig, fühlt man sich mit seinen Problemen schnell allein gelassen.

Also doch wieder zurück zu regelmäßigen Backups und der Übertragung auf neue Speichermedien. Oder für eine On-Premise-Lösung entscheiden? Lohnt sich das für Freelancer? Dazu mehr in einem anderen Artikel.

VG WORT
Über die/den Autor/in: Claudia

Claudia begann ihren beruflichen Werdegang als technische Redakteurin mit Fokus auf Verdichter und Kompressoren. Als junge Erwachsene wollte sie ihren Horizont noch in anderen spannenden Bereichen erweitern. Nach einem Ausflug in behördlichen Wirkungskreisen begann sie, Unternehmen redaktionell bei der Planung und Umsetzung zu unterstützen. Mit den Jahren bildeten sich zwei Interessenkreise heraus: Sprache im Allgemeinen (und Schreiben als bevorzugtes Ausdrucksmittel) sowie die Themen Sicherheit und Technik. Claudia ließ sich, gestützt vom Bundesverband professioneller Werbetexter Deutschland e.V., als professionelle Werbetexterin zertifizieren. Dadurch haben sich ihre Kompetenzen um den Bereich Marketing erweitert. Heute leitet Claudia ein Team professioneller Redakteure, die ihre Arbeit durch deren Schwerpunkte nochmals um ein Vielfaches ergänzen.

Claudia