Datenpflege-Tools für den Mac, Teil II

CleanMyDrive: Anwendung und Funktionen

Inhaltsverzeichnis:

Ein kostenloser Laufwerkmanager, der in Europa und den USA zahlreiche Anhänger hat, heißt CleanMyDrive. Sogar auf dem “Cult of Mac” Blog des New York Times Bestsellerautors Leander Kahney wird die Software in hohen Tönen gelobt. Ob CleanMyDrive es auch tatsächlich Wert ist, Speicherplatz auf Ihrem Mac zu verbrauchen, und für wen es besser ist, auf eine proprietäre Software zurückzugreifen, erfahren Sie in unserem zweiten Teil zum Thema "Datenpflege-Tools für den Mac".

Für die Schnelleserinnen und -leser: Das RD-Rating

Lösch-Modul: Rating Stern rotRating Stern rotRating Stern rotRating Stern rotRating Stern rotRating Stern rot

Festplattenstatistik: Rating Stern rotRating Stern rotRating Stern rotRating Stern rotRating-Stern grauRating-Stern grau

Einfaches Auswerfen: Rating Stern rotRating Stern rotRating Stern rotRating Stern rotRating-Stern grauRating-Stern grau

Drag & Drop Funktion: Rating Stern rotRating Stern rotRating Stern rotRating-Stern grauRating-Stern grauRating-Stern grau

Autom. Festplattenauswurf: Rating Stern rotRating Stern rotRating Stern rotRating Stern rotRating-Stern grauRating-Stern grau

Preis: Rating Stern rotRating Stern rotRating Stern rotRating Stern rotRating Stern rotRating Stern rot

Support: Rating Stern rotRating Stern rotRating-Stern grauRating-Stern grauRating-Stern grauRating-Stern grau

GESAMT: Rating Stern rotRating Stern rotRating Stern rotRating Stern rotRating-Stern grauRating-Stern grau

Ordnung hält Speichermedien langfristig und stabil am Laufen. Das Thema an sich kann dabei in folgende Punkte unterteilt werden:

  • korrektes Auswerfen
  • richtige Lagerung
  • lückenlose Überwachung
  • stichprobenartig durchgeführte Festplattenanalysen
  • wiederkehrende Festplattentests
  • gelegentliches Defragmentieren
  • vorausschauendes Partitionieren
  • sicherheitshalber Formatieren gebrauchter Festplatten

Drei der insgesamt 8 hier genannten Punkte übernimmt CleanMyDrive. Und das, ohne dabei Extrakosten zu verursachen. 5 weitere Punkte der Liste übernimmt CleanMyDrive nicht. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf der Überwachung der externen Festplatten und dem automatischen Löschen unnötiger Datensätze. 

"Ordnung hält externe Speichermedien langfristig und stabil am Laufen."

Claudia Felbermayer

Für wen eignet sich CleanMyDrive - und für wen nicht?

Mit CleanMyDrive 2 sorgen strukturiert arbeitende Freelancer zum einen für für Ordnung auf all ihren externen Datenträgern, zum anderen erhalten sie zusätzlich noch eine eigene zentralisierte Datenträger-Verwaltung dazu. Die kann man verwenden. Muss man aber nicht. 

Im Hinblick auf diese zwei Features eignet sich das Programm für Freelancer und Private, die mit vielen externen Festplatten synchron arbeiten und auf ihren USB-Sticks, SSDs und SD-Karten dauerhaft Ordnung halten wollen. Manche Zusatzfeatures eignen sich vor allem für Faule (wie mich), denen jeder Klick einer zu viel ist.

Für alle, die sich ein Tool wünschen, das bei der Pflege der HDD zur Hand geht, eignet sich CleanMyDrive nicht. CleanMyDrive ist ein Cleaner für externe Festplatten.

MacPaw: Europa hat seinen eigenen Mac-Spezialisten

Mit Software für den Mac ist das so eine Sache. In den meisten Fällen greift man als Mac Userin oder User am liebsten auf die hauseigenen Apple-Produkte zurück. Die sind aber oft teuer. Nicht immer lohnt sich der Kauf des teuersten Produkts. Noch dazu bietet Apple selbst keine Cleaner-Software zur Pflege seiner externen Festplatten an.

Gut, dass es Entwickler wie MacPaw gibt, die ihre Software speziell für den Mac entwickeln. Schließlich ist der Mac anders als herkömmliche PCs, sozusagen der “Underdog” der IT-Szene, der gemeinsam mit seinen Anhängerinnen und Anhängern eine eigene Subkultur prägt. Noch besser, dass der Entwickler seinen Sitz in Europa hat - die Ideen stammen, ebenso wie die Umsetzung, aus den Köpfen der “alten Welt”. Genauer gesagt, aus der Ukraine.

Aus Alt mach Neu ist die Devise. Das, was man in anderen Ländern und auf anderen Kontinenten salopp als “die alte Welt” bezeichnet, bietet im direkten Vergleich ziemlich viele nachhaltige Innovationen. So hält man in der “alten Welt” beispielsweise was von Datenschutz - ein “Schutzprogramm”, an dessen Nachahmung man sich seither weltweit versucht.

CleanMyDrive 2: Die Funktionen im Einzelnen

CleanMyDrive 2 reinigt alle Arten von externen Festplatten. Es pflegt SSDs, SD-Karten und USB-Sticks gleichermaßen, und bietet dabei folgenden Funktionsumfang:

Automatisches Entfernen von digitalem Strandgut

CleanMyDrive 2  läuft vollkommen unbemerkt im Hintergrund. Beim Auswerfen der Festplatten werden Junk Dateien automatisch entfernt.

Die Software entfernt dabei Ressourcenzweige, welche heutzutage nicht nur für den Betrieb des Macs nutzlos sind, sondern auch noch unnötigen Speicherplatz verbrauchen. Auf diese Weise sorgt das Programm beispielsweise dafür, dass das Versenden von Bilddateien via Mail auch dann noch funktioniert, wenn man selbst mit veralteter Software arbeitet, welche Bilddateien mit einem Ressourcenzweig versieht.

Auch die Kompatibilität mit Digitalkameras, Smart-TVs und Autoradios kann durch das Aufspüren und Löschen dieser entbehrenswerten Informationselemente verbessert, und das Zusammenspiel von Laufwerk und Gerät verbessert werden.

Es ist durchaus möglich, dass nach erstmaliger Ausführung von CleanMyDrive 2 die Kamera schneller arbeitet, das Autoradio bisher nicht auslesbare Audiodateien mühelos lädt und der Computer mit fremdem Betriebssystem wie aus heiterem Himmel defekt geglaubte Dateien von der Festplatte öffnet.

Die Software entfernt:

  • unnötige OS X-Dienstdateien wie Ordnerattribute (.DS_Store)
  • speicherfressende virtuelle Indexe (.Spotlight-V100)
  • automatisch erstellte Papierkorb-Ordner (.trashes)
  • temporäre Dateien (.TemporaryItems)
  • überflüssige Userspace-Prozesse (.fseventsd)
  • und nutzlose Windows-Dienstdateien (Thumbs.db, RECYCLED, RECYCLER und $RECYCLE.BIN)

Bei all den von CleanMyDrive 2 gelöschten Daten muss man sich als Endanwender keinerlei Sorgen machen, dass sie jemals fehlen könnten. 

Info: Was ist eine .spotlight-v100 Datei?
Bei Dateien mit der Endung .spotlight-v100 handelt es sich um vom Mac automatisch erstellte virtuelle Indexe, welche von der Desktopsuche Spotlight ausgelesen werden können. Wer nicht mit Spotlight arbeitet, kann Dateien mit dieser Endung ohne Weiteres von seiner externen Festplatte löschen. 

Für das Löschen unnötiger Dateien ist CleanMyDrive 2 top. Und nicht nur das - es ist auch das einzige Programm seiner Art. Der CCleaner - das Tool, welches in zahlreichen Blogs und Foren immer wieder als Alternative für den Mac empfohlen wird - ist nämlich keine! CCleaner reinigt zwar die HDD, scannt jedoch die externen Datenträger nicht. Und der CCleaner Portable - das ist die entsprechende Software zum Löschen von Datenmüll auf USB-Sticks - läuft nicht auf dem Mac. CleanMyDrive 2 hingegen entfernt all die oben aufgelisteten Dateien im Zuge des Auswerfens.

Der regelmäßige Putzvorgang im Hintergrund macht sich bezahlt. Würde man all diese Dateien manuell löschen wollen, würde das Stunden dauern. Noch dazu darf man sich selbst die Frage beantworten, ob man tatsächlich regelmäßig die Zeit zur Verfügung hat, um seine externen Festplatten auf unnötige Dienst-, Service- und Ressourcendateien zu durchforsten. Dafür ist CleanMyDrive 2 Gold Wert.  

Lösch-Modul:

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Festplattenstatistik

Die Festplattenstatistik von CleanMyDrive 2 ist nice to have, auch, wenn man sie nicht unbedingt benötigt. Schließlich steht der Finder auch schnell bereit - zwar mit zwei Klicks anstatt mit einem, aber dennoch: Wegen der bereitgestellten Statistik allein mag ich CleanMyDrive 2 nicht empfehlen, obwohl ich zugeben muss, dass es praktisch ist, über das Menü rechts mit einem Klick zu sehen, wie es um alle meine Festplatten bestellt ist. 

“Über diesen Mac” >> “Festplatten” bietet einen ebenso schnellen Blick auf den Speicherplatz der einzelnen Datenträger, kostet aber zwei Klicks mehr und benötigt mehr Zeit zur Bereitstellung der Info. Bei CleanMyDrive reicht ein Klick - und in der Sekunde erhält man einen Überblick über die Speicherkapazität aller gekoppelten Datenträger.

Festplattenstatistik:

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Einfaches Auswerfen

Mit Klick auf das bekannte Symbol direkt rechts neben dem Laufwerk wird ebendieses ausgeworfen. Das funktioniert prima. 

Nettes Zusatzfeature: Alle Disks können mit einem Klick gemeinsam ausgeworfen werden. Das ist weder über den Finder noch über die Systeminformationen unter Menüpunkt “Über diesen Mac” möglich. 

Einfaches Auswerfen:

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Kopien via Drag & Drop auf Festplatten ziehen

Dateien können in das Menüfeld gezogen werden, womit eine Kopie auf dem ausgewählten Laufwerk abgelegt wird.

Die Funktion ist noch verbesserungswürdig. Der Vorgang dauert mit CleanMyDrive 2 länger als der herkömmliche Drag & Drop Prozess im Finder.

Drag & Drop Funktion:

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Automatischer Festplattenauswurf 

Ich muss ein Geständnis ablegen. Ich gehöre zu dem (gar nicht so kleinen) Völkchen, das ihren Computer nicht täglich abdreht. Mein PC bleibt oft tagelang an, bis ich am Wochenende endlich Zeit dafür finde, ihn ordnungsgemäß hinunterzufahren. Damit bin ich nicht allein. Viele Freie meiner Branche arbeiten so, trauen sich jedoch nicht, darüber zu sprechen. Für sie alle habe ich jetzt eine Lanze gebrochen. 

Ja, wir wissen, dass es nicht vorteilhaft ist, den PC im Dauermodus laufen zu lassen. Schon allein aufgrund der Energiekosten. Und ja, ich weiß, dass mich manche dafür einen Energierowdy, einen Stromfresser oder einen schlechten Menschen nennen. Dennoch sind Theorie und Praxis eben zwei paar Schuhe. Wenn man mitten in einem wichtigen Projekt steckt, hat man eben manchmal nicht genug Zeit, um sich ausgiebig um die Bedürfnisse seines Computers zu kümmern.

Gut, dass es für Leute wie mich den automatischen Festplattenauswurf gibt. Damit kann man dafür sorgen, dass mit den gespeicherten Daten auf der Festplatte nichts passiert. Sobald der Mac nämlich in den Ruhemodus fährt, werden alle Festplatten automatisch ausgeworfen.

Automatischer Festplattenauswurf:

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CleanMyDrive 2 Preis

Das Beste kommt zum Schluss. Der Laufwerkmanager von MacPaw ist vollkommen kostenlos. Nicht schlecht für ein solch leistungsstarkes Daten-Putzkommando.

Preis:

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Support

Über den Support von MacPaw habe ich im Artikel über CleanMyMac ausgiebig berichtet. Die Bewertung bleibt dieselbe. 

Support:

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Voraussetzungen für den Download

Die CleanMyDrive App steht im AppStore zum kostenlosen Download bereit. Für einen flüssigen und fehlerfreien Betrieb erfordert das Programm einen Mac mit mindestens OS X 10.10 Yosemite und zwölf Megabyte freien Speicherplatz. 

CleanMyDrive ist ein hilfreicher Laufwerkmanager, der seinesgleichen sucht. Die Hauptfunktion, das automatische Löschen im Hintergrund, führt dieses Programm so gut aus wie kein anderes. Ideal für alle, denen Ordnung auf ihrem Flash-Speicher, der SSD oder der SD-Karte wichtig ist. Dass es sich dabei auch noch um Freeware handelt, macht die Sache umso besser. Auf die eingangs gestellte Frage, ob es sich lohnt, das Programm auf seinem Mac zu installieren, antworte ich daher mit einem klaren Ja.

Disclaimer: Der Inhalt dieses Artikels wurde nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Er dient allein zu Informationszwecken. ratgeber-datenrettung.de übernimmt keinerlei Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen. 

* Die RD-Sterne-Bewertung erfolgt auf der Grundlage des deutschen Schulnotensystems. Bitte legen Sie Ihren Fokus auf die grauen Sterne, um das Ergebnis schneller erfassen zu können. (0-1 grauer Stern = Sehr gut, 2 graue Sterne = Gut, 3 graue Sterne = Befriedigend, 4 graue Sterne = Genügend, 5 graue Sterne = Mangelhaft, 6 graue Sterne = Nicht genügend)


Bildquellen: 1.. Beitragsbild © https://macpaw.com/cleanmydrive 2. Screenshots © Claudia Felbermayer

VG WORT
Über die/den Autor/in: Claudia

Claudia begann ihren beruflichen Werdegang als technische Redakteurin mit Fokus auf Verdichter und Kompressoren. Als junge Erwachsene wollte sie ihren Horizont noch in anderen spannenden Bereichen erweitern. Nach einem Ausflug in behördlichen Wirkungskreisen begann sie, Unternehmen redaktionell bei der Planung und Umsetzung zu unterstützen. Mit den Jahren bildeten sich zwei Interessenkreise heraus: Sprache im Allgemeinen (und Schreiben als bevorzugtes Ausdrucksmittel) sowie die Themen Sicherheit und Technik. Claudia ließ sich, gestützt vom Bundesverband professioneller Werbetexter Deutschland e.V., als professionelle Werbetexterin zertifizieren. Dadurch haben sich ihre Kompetenzen um den Bereich Marketing erweitert. Heute leitet Claudia ein Team professioneller Redakteure, die ihre Arbeit durch deren Schwerpunkte nochmals um ein Vielfaches ergänzen.

Claudia