Drei Marken - drei Meinungen

NAS Systeme II: Western Digital, Freecom oder Fantec

7. Februar 2022 • News

Nachdem wir bereits drei Unternehmen aus dem Bereich NAS vorgestellt haben, folgen nun drei weitere Vorstellungen und Beurteilungen von Unternehmen dieser Branche. Wer sich zuvor noch nicht mit der Thematik NAS-Systeme auseinandergesetzt hat, dem sei hier in einem Satz erklärt, worum es sich dabei handelt. Ähnlich einer Cloud kann auf die im Netzwerk eingebundenen Speichermedien von diversen Endgeräten mit unterschiedlichen Betriebssystemen zugegriffen werden. Aufgrund der RAID-Controller-Technologie ist ein schnelles Speichern und wieder Abrufen problemlos möglich. Gegenüber einer Cloud, bietet NAS den Vorteil, dass die Daten an einem lokalen Ort hinterlegt sind und nicht im Internet auf fremden Servern abgelegt sind.

Western Digital – Seriös und erfahren

Netzwerkkabel
Bild: 915569 by chrisci @ pixabay

Vermutlich dürfte jedem, der in irgendeiner Form etwas mit Computern, sei es privat oder beruflich, zu tun hat, Western Digital oder kurz WD bereits begegnet sein. Das amerikanische Unternehmen verfügt über eine lange Historie in der Datentechnik und weist im Segment der NAS-Systeme ein umfangreiches Sortiment auf. Dieses umfasst von der einfachen Harddisk, speziell für die Anforderungen in NAS-Systemen entwickelt, bis zur Komplettlösung alle Elemente, die für den lokalen Server benötigt werden. Western Digital die idealen Lösungen für Medienserver Zuhause bis hin zum umfangreichen System für Selbstständige. Preislich ist die Hardware auf die jeweilige Zielgruppe und ihre Anforderungen abgestimmt, sodass auch mit einem niedrigen Budget eine optimale Lösung gefunden werden kann.

Mein Fazit: Bei Western Digital treffen jahrzehntelange Erfahrung und der Anspruch für jeden Nutzer das Richtige zu einem fairen Preis zu bieten aufeinander. Neueinsteiger können bedenkenlos auf Produkte dieses Unternehmen setzen.

Freecom – Kompetenz aus Deutschland

Wer denkt, deutsche Firmen würden im Hardwarebereich weltweit keine große Rolle spielen, der täuscht sich. Aus Eschborn, nahe Frankfurt am Main, stammt das Unternehmen Freecom. Bereits 1989 startete Freecom und spezialisierte sich schon früh auf das Speichern von Daten. Allerdings ist das Portfolio breit aufgestellt, sodass die Auswahl an speziellen NAS-Systemen oder dafür geeignete Komponenten eher klein ist. Die wenigen Produkte überzeugen aber durch hohe Leistungsfähigkeit, ein ansprechendes Design und eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit aufgrund der sehr schnellen Gigabit-LAN-Schnittstelle, die verbaut ist.

Mein Fazit: Wer auf Made in Germany achtet, der ist hier gut beraten. Allerdings ist die Auswahl an Produkten eher schlank, sodass es gerade für kleine Unternehmen oder Freelancer schwierig ist, etwas Passendes zu konfigurieren und so auf die vorgegebenen Produkte zurückgegriffen werden muss.

Fantec – Auch im stationären Handel erhältlich

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Tipp der Redaktion:

Freelancer oder Privatleute, die sich mit dem Gedanken tragen eine lokale Cloud einzurichten, bekommen hier einen Einblick zu einem NAS-System für Zuhause.

Fantec wurde ebenfalls bereits am Ende des letzten Jahrhunderts, genau genommen im Jahr 1999, gegründet. Auch hier ist dementsprechend ausreichend Know-how im Segment der sicheren Datenspeicherung vorhanden, besonders, da Fantec auch Serverlösungen anbietet. Das Produktsortiment NAS betreffend ist auch hier übersichtlich gehalten. Neben speziellen Gehäusen für die unterschiedlichen Anforderungen an die lokale Cloud, bietet Fantec auch schnelle Festplatten passend dazu an. Ein Vorteil ist, dass die Produkte nicht nur Online erworben werden können, sondern auch im stationären Handel in ausgewählten Ladengeschäften erhältlich sind. Ebenfalls positiv fällt der Support ins Gewicht, der per Telefon oder online erfolgt.

Mein Fazit: Gerade private Anwender werden es zu schätzen wissen, dass die Produkte auch im Fachhandel erhältlich sind. Weiterhin ist eine Hilfestellung durch den Support gerade für den Anfang ein wichtiger Punkt.

VG WORT
Über die/den Autor/in: Jürgen

Jürgen hat auf einer nicht staatlichen Fachhochschule IT studiert. Er ist seit Anfang der 1990er Jahre als Journalist tätig, war Ressortleiter bei einer Wochenzeitung, ist Redaktionsleiter für ein Musik-Magazin, das alle 8 Wochen in Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg erscheint und schreibt neben Blogs, Fachtexte und Bücher.

Jürgen