So finden Sie sichere Passwörter, die Sie sich auch merken

Identitätsdiebstahl vorbeugen

3. Februar 2022 • News

Identitätsdiebstahl kommt häufiger vor, als man sich das vielleicht denkt. Gerade vor dem letzten Weihnachtsfest haben zahlreiche Online-Händler, darunter auch die eBay Kleinanzeigen, massive Hackerangriffe zu beklagen gehabt. Doch auch unter dem Jahr machen Betrüger keinen Halt vor teils schwerwiegenden Diebstählen anderer Identitäten. Was das für Folgen haben kann und wie man sich als User schützt um eben kein Opfer eines solchen Missbrauchs zu werden, erkläre ich im folgenden Bericht. 

Wer meint, dass seine Konten und Zugänge im Netz sicher wären, weil man ein vermeintlich sicheres Passwort gewählt hat, den darf – oder vielmehr muss – ich nun eines besseren belehren.

Tatsächlich ist es für Hacker und Betrüger schon die halbe Miete, wenn die Mail-Adresse eines Nutzers bekannt ist. Knackt man dann auch noch das Passwort, kann man über fremde Accounts betrügerische Waren anbieten. So wie auch im Falle vor Weihnachten auf eBay. Geschädigt werden immer die Internetuser, die gutgläubig mit Vorkasse bezahlt haben. Aber auch für einen selbst erweist sich ein solcher Identitätsdiebstahl unter Umständen als nicht besonders gut. Denn natürlich steht man auch erst einmal selbst im Verdacht kriminelle Machenschaften durchzuführen. Beweist man nicht das Gegenteil, kann das auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Dinge, die man wohl eher nicht möchte. 

Die Relevanz von guten Passwörtern

Noch immer ist der beste Schutz vor einem Identitätsdiebstahl das Erstellen eines wirklich sicheren Passworts.

Alexandra Dahmen

Noch immer ist der beste Schutz vor einem Identitätsdiebstahl das Erstellen eines wirklich sicheren Passworts. Hierzu rät übrigens auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und definiert “sicher” dabei wie folgt: Ein Passwort sollte mindestens acht Zeichen besitzen und dabei verschiedene Zeichenklassen, also Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen und Zahlen inkludieren. 

Ich persönlich greife ja zu der besonders sicheren Variante um mich vor Missbrauch meiner Daten zu schützen: Meine Passwörter bestehen aus den Anfangsbuchstaben eines ganzen Satzes. Hier ein Beispiel (das ich so natürlich nicht verwende – ist ja klar!): Aus dem Satz “Ich esse gerne eine Pizza mit Salami und doppelt Käse!” wird als Passwort einfach: Ieg1PmSudK! Clever, oder? Denn hier kann man sich ziemlich sicher sein: Kein Mensch wird das wohl knacken können.

Passwortmanager – für die Verwaltung mehrer Passwörter

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“1203603” by TBIT @ pixabay

Ja, es stimmt: Man sollte unter keinen Umständen ein und dasselbe Passwort für die Verschlüsselung verschiedener Konten nutzen. In der Realität sieht das oft aber einfach anders aus. Denn schließlich muss man sich die ganzen Kennwörter ja auch irgendwie merken. Das kann also ganz schnell ziemlich nervenaufreibend werden. Als Idee für Freelancer oder auch Privatleute mit vielen verschiedenen Zugängen, hätte ich da die Nutzung eines Passwort Managers wie etwa LastPass. Hier kann man auch ganz automatisch starke Passwörter für unzählig verschiedene Konten erstellen und speichern lassen. Das tolle: Es gibt nur noch ein einziges Passwort überhaupt, dass man sich merken muss: Das Masterpasswort. Super cool, oder?

Noch eine Lösung: Das gute alte Passwortbuch

Ja, es mag nicht unbedingt sicher klingen sich seine Passwörter mit einem Stift auf ein Stück Papier oder in ein kleines Heftchen zu schreiben. Aber es ist einfach und deswegen vermutlich für viele Unternehmer auch deswegen eine echte Bereicherung. Wer sich sorgen um den Sicherheitsaspekt macht, der kann das Büchlein einfach in seinen Tresor legen. Ich kenne sogar einige Menschen, die das genauso tun, weil es sich schon seit Jahren bewährt hat. Vielleicht möchte man seine Passwörter aber auch auf einer gesicherten Festplatte speichern. Das ist eine kluge Lösung.

Logo Ratgeber Datenrettung

Tipp der Redaktion:

Und wer Angst hat, dass auch Daten auf einer externen Festplatte einmal verschwinden können, dem kann ich wärmstens empfehlen, sich die Tools zur Rettung verlorener Daten auf der Festplatte einmal näher anzuschauen.

Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden welche Passwörter er wie nutzt und wo er sie sichert. Wichtig ist nur: Es muss welche geben! Denn andernfalls ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis der Betrüger bei einem selbst zuschlägt.  

VG WORT
Über die/den Autor/in: Alex

Alexandra Dahmen hat während ihres Studiums bereits als freischaffende Autorin für verschiedene Kunden und große deutsche Tageszeitungen gearbeitet.

Seit ihrem Studienabschluss 2016 hat sie sich im Rahmen ihrer Autorentätigkeit vor allem auf die Schwerpunkte Verbraucher, Freelancer und Gesundheit spezialisiert. Als Journalistin ist sie nach wie vor in den Bereichen Blaulicht und Celebrity tätig.

Alex